„Ich habe es alleine geschafft!“ — Unter diesem Motto hatte der SCR am 2.10. zur dritten Einhand-Segel-Regatta auf dem Rhein geladen. Das Wetter hätte dieses Mal sicherlich schöner sein können aber dafür gab es endlich kein Niedrigwasser mehr und dazu passend Westwind. Seglerisch also die richtigen Voraussetzungen für eine Tal- und Berg-Rundenfahrt, für die 14 Segler ihr Kommen angemeldet hatten, von denen neun trotz der Tropfen von oben schließlich am Start waren.
Nach der Steuermannsbesprechung ging es um 12:00 Uhr es von Walluf gegen den Wind zu Tal bis unterhalb der Eltviller Aue bei Stromkilometer 513. Trotz des nicht so tollen Wetters war es ein beeindruckendes Bild wie die Schiffe auf der Kreuz Richtung Eltville unterwegs waren. Harte Luv-Kämpfe und taktische Wenden waren zu bewundern.
Das SCR-Rettungsboot hatte als Wendemarke in der Großen Gieß festgemacht – von hier ging es mit Gennaker oder Spi zu Berg. Stephan Mühlhause und Bruno Gladbach lieferten sich mit Ihren J/80 spannende Duelle auf der Fahrt Richtung Walluf. Jörg Fleischer hatte mit seiner Tempest am Ende die Nase deutlich vorne und gewann vor Martin Linke die Einhand-Regatta 2022.
Auch wenn bei den Alleinseglern vor Allem der Spaß am Segeln und das sichere Ankommen ging, war es doch wie immer sportlich herausfordernd, häufig taktisch und mit einem gewissen Nervenkitzel. Dazu durften Boote auch für das Alleinsegeln optimiert sein und Yardstick und Klassenregeln blieben diesmal außen vor.
Nachdem um 15:25 Uhr die letzten Schiffe durchs Ziel waren, wurde im Clubhaus zünftig gegessen und getrunken und die Erlebnisse der vergangenen dreienhalb Stunden gemeinsam besprochen und verarbeitet.
Bei einer fröhlichen Siegerehrung mit dem entsprechenden Trophäen-Wein für alle Segler und klasse Stimmung unter den Teilnehmern und Gästen wurden schon die Pläne für die Einhand-Regatta 2023 gemacht.