Auch der endgültige Saisonabschluss des Segelclub Rheingau brachte mit Absegeln und Einhand-Regatta n einer ohnehin ereignisreichen Saison noch einmal neue Höhepunkte hervor. Hier nun der zweite Teil mit Unerwarteterem (Wetter) und Erwartbarem (Finishern).

Absegeln mit Überraschung

Über 20 Schiffe machten sich am Dienstag, den 3.10. gegen 11:00 Uhr auf den Weg zur traditionellen „Absegel-Reise“ von Walluf in die Eltviller Aue. Bei zunächst tollen Wetter segelten fast alle recht sportlich zu Tal. Die großen Yachten hatten schnell guten Ankergrund gefunden, so dass sich auch die kleineren Boote sicher bei ihnen ins Päckchen legen konnten. 

Leckeres Chili vom „Rheinsegler“ wurde an Bord der Stefanie ausgegeben und so manche Flasche Riesling fand ihre natürliche Bestimmung. Natürlich blieben die Schiffsführer alle im Rahmen des Erlaubten. Das war auch gut so. Denn um 14:30 kamen die ersten stärkeren Böen aus West und animierten zur Heimfahrt. Grundsätzlich wird Wind aus West vom Rheinsegler natürlich gerne gesehen, aber leider brachte die frische Brise auch ordentliche Regenschauer mit. So hieß es „Ölzeug raus und Luken dicht!“ Trotzdem waren bis Walluf so einige nass. Unerwartet kommt manchmal ungelegen…

Trotz allem war es ein ein zünftiges Absegeln mit vielen guten Gesprächen und ersten Plänen für die kommende Saison. Und bei manch einem noch einem letzten Plan für die aktuelle. Denn es folgte noch…

…die Einhandregatta

25 Segelboote hatten sich beim Segelclub Rheingau zur inzwischen „traditionellen“ Einhand-Regatta gemeldet. Bei wunderbarem Spätsommerwetter mit 22 Grad und 2-3 Windstärken aus West konnte die Regatta um 13:00 Uhr gestartet werden. Der Kurs führte von Walluf stromabwärts nach Eltville und dann gegen die Strömung bis Wiesbaden. Am Leinpfad bei Schierstein und in Walluf am Hafen verfolgten zahlreiche Zuschauer das Spektakel. 

Die drei Startgruppen (klein, mittel und groß) segelten diese Strecke je zweimal. Weit vor dem Hauptfeld erreichte Jörg Fleischer mit seiner sportliche VX One „halbtrocken“ schon nach zweidreiviertel Stunden das Ziel und sicherte sich den Preis für das schnellste Schiff – „first ship home“. Andere Yachten brauchten für die rund 20 km deutlich länger. Nach fast fünf Stunden erreichte schließlich auch die letzte Yacht das Ziel vor Walluf. Obwohl alle Einhand-Segler sichtlich kaputt waren von den Anstrengungen war doch die einhellige Meinung: „Das war toll, wir sind im kommenden Jahr wieder dabei ” Schließlich ist Dabeisein und gut ins Ziel kommen bei dieser Regatta ALLES“.  So blieben auch der Yardstick und die Formelsammlung diesmal zu Hause.

Der SCR veranstaltet die Einhand-Regatta, bei der tatsächlich nur eine Person an Bord ist, bereits zum vierten Mal. Auch auf anderen Revieren erfreut sich dieses besondere Format, welches nur echte Segelbegeisterte  anspricht, zunehmender Beliebtheit. Es geht nicht so sehr um Gewinnen oder um große Preise, die erfolgreiche Teilnahme und das T-Shirt „FINISHER“ sind die Ehre. Getreu dem Motto: “Pain is temporary, glory is forever!”

Hier geht’s nochmal zum ersten Teil der Höhepunkte zum Saisonende.