Viele verschiedene Aktivitäten beschäftigen den Club in diesem Jubiläums-Frühjahr. Von der Vorbereitung der Rheinwoche, über die regelmäßigen Arbeitsdienste bis hin zu einmaligen oder wiederkehrenden Aktivitäten, die das Clubleben ausmachen. Dabei greifen aktuell dank der vielfältigen Engagements unserer Clubmitglieder (die viel persönliches und professionelles Know-How einbringen) viele Rädchen ineinander. SCR Mitglied Helmut Quermann beschrieb es auf der Jahreshauptversammlung treffend mit den Worten: „Ich erlebe einen Club im Flow!“

Der “Flow”

Flow [englisch für „fließen, rinnen, strömen“] bezeichnet das als beglückend erlebte Gefühl eines mentalen Zustands völliger Vertiefung (Konzentration) und restlosen Aufgehens in einer Tätigkeit…“ (Quelle: Wikipedia) Ungefähr so fühlt sich das Clubleben gerade an…

Zur Jahreshauptversammlung, die bekanntlich zu den festen Terminen des Vereins im Kalenderjahr gehört, zeugte ein mehr als 30-seitiger Bericht des Vorstands und seiner Helfer von den unzähligen Aktivitäten des letzten Jahres. Das Clubleben hat sich längst weit über das Vor-Corona-Niveau hinaus erholt und dazu ist die Mitgliederzahl stark gewachsen. Passend dazu gibt es auch im Vorstand Kontinuität: Die zur Wiederwahl angetretenen Erste Vorsitzende Alex Cross und Kassenwart Leopold Luh wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt (die Amtszeit der anderen Vorstandsmitglieder läuft noch).

Die Liegeplätze am Steg sind für die Saison bereits ausgebucht und das ebenfalls nicht leere Bojenfeld wird gerade für die vielen Gastlieger bei der Rheinwoche ertüchtigt. Der „H“(-Ponton) ist frisch saniert und in Kürze werden noch zusätzliche Moorings ausgebracht. Weitere Instandhaltungsmaßnahmen auf dem gesamten Außengelände sind in vollem Gange: Die Fläche zwischen Clubhaus und Straße wurde neu gestaltet, der Zaun wo nötig erneuert, der Kransteg ausgebessert und der Nachen glänzt in frischer Farbe. Dazu wurde der Übergang vom Land zum Steg neu geteert und gestrichen, die Weidenbäume an der Bootsrampe zurückgeschnitten und die offene Verbundstein-Ebene im Hof wurde geebnet und wieder verschlossen. — Und die Arbeiten gehen nicht aus: Am Steg werden zur Saisonvorbereitungen die Wasserleitungen gespült, Schläuche installiert und Feuerlöscher überprüft, dazu wird der Flaggenmast auf Vordermann gebracht und das große Clubhausfenster im Obergeschoss erhält einen Sonnenschutz. Auch für die Terrasse ist weitere Beschattung in Vorbereitung.

Und als besonderes Highlight: Die im Winter leider entfernte Trauerweide ist bereits durch eine Neupflanzung ersetzt. Die Hauptversammlung hatte sich mit großer Mehrheit für eine Winterlinde als regionales und zukunftsfähiges Gewächs an gleicher Stelle entschieden und inzwischen ist diese gepflanzt. Noch ein wenig schüchtern und blattarm in der aktuell kalten Märzluft, aber das wird sich sicherlich bald ändern. Schließlich wollen die auf das Gelände fahrenden Boote baldmöglichst wieder vom Blattwerk am Tor gekitzelt werden…

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Die Vorbereitungen zur Rheinwoche sind in vollem Gange: Regattapläne, Rettungs- und Begleitboote, Kran, Catering und Thekendienste, Helfer bei Parken, Sicherheit, Ver- & Entsorgung, sowie Sponsoring und Kommunikation wollen geplant und koordiniert werden. Tausend und ein Detail sind vorzubereiten und innerhalb des Clubs und mit vielen weiteren Beteiligten abzustimmen. Eine Großveranstaltung für den Segelclub Rheingau, welche der Verein sicher nicht  jeden Tag im Hause hat (wenngleich es erste Vorerfahrungen aus 2005 und 2015 gibt). 

Parallel dazu wird bald auch diese Homepage in neuem Gesicht erscheinen. Und am 11. Oktober gibt es ja noch den offiziellen Geburtstags-Tag des Clubs. Viele besondere Aktivitäten, die gerade „im Fluss“ sind…

Der ganz normale Flow

Parallel geht das reguläre Clubleben im ganz normalen Rhythmus weiter: Zwei spannende Vorträge von Stefan Mühlhause über den Swan Cup vor Sardinien und von Renate Quermann über eine Australienreise halfen, den segelarmen Spätwinter zu überbrücken und zum Träumen anzuregen. Die Mini-Cupper waren ebenfalls trotz Kälte jeden Sonntag mit ihren schnittigen Modellseglern am Start. Währenddessen hat das Bundesliga-Team um Falko Braun von allen Temperaturen unbeeindruckt bereits seit längerem seinen Trainings-Flow aufgenommen und übt fleissig für das erste Rennen am zweiten Maiwochenende.

In diesem Jahr bereits im März fand auch die traditionelle Weinwanderung statt, die vom Weinprobierstand in Erbach zum Weingut Steinberg führte. Zum Start gab es Sekt, später zwei Pausen mit Weinverkostungen vom Weingut Jung-Dahlen und am Ziel nach einer Kellerführung „Weck, Worscht und Woi“ (alles von Andrea und Karl-Heinz Mohr hervorragend vorbereitet). Die Sonne schickte ihre erste Strahlen und Kaffee und Kuchen am Ende besorgten das Übrige. „Es war ein wunderschöner Tag“, fasste Katrin Mehl treffend zusammen.

Inzwischen naht das Ansegeln am 1. Mai mit großen Schritten und die ersten Boote sind schon im Wasser. Und während der Wind schon mal frisch aus Westen bläst, lockt vor der Hafeneinfahrt bereits wieder der Rhein. Vor dem erwarteten Ostertauwetter noch etwas wasserarm — aber natürlich wie immer mit seinem ganz eigenen „Flow“…